Seite 23 – Menschenfresser Papua- Neuguinea

Abb. 34
Abb. 34

Auch wir Deutsche müssen noch zu unseren Koloniallandsleuten die Menschenfresser zählen.

Mancher denkt nicht daran, daß es noch solche gibt. Unsere Aufnahme zeigt ein solch nettes Pärchen. Diese Papuanerstämme fressen sich sogar gegenseitig auf.

Als wir im Jahre 1901 auf diese Inseln kamen, hatte kurz zuvor wieder ein grosses Essen stattgefunden.
Es waren im ganzen zwei Naturforscher, Prof. Menge und Piero aus Hamburg, sowie 11 Stationsschwestern aufgefuttert von seiten dieser lieben Landsleute. Wir, S.M.S. Hansa, kamen einige Tage später in diesen Hafen (Matupi). Es wurde uns von dem Hafenpolizeimeister Sölle
(Erfurt) Meldung erstattet und nun hieß es Strafe muß sein. Es wurde eine Strafexpedition geplant.
Anderen Tags wurde gelandet, die Strandhütten waren alle leer, selbige Insulaner hatten sich ins Innere zurückgezogen, denn 
sie ahnten nichts Gutes.

Auch hatten wir mehrere Stunden zu schwärmen in gezogener Schützenlinie, bis wir auf dieses Viehzeug stießen.
Endlich hatten wir die Lager dieser Bestien erreicht, es wurde alles in einen Kessel getrieben, dann gab es natürlich blaue Bohnen, was erreicht werden konnte, außer Kindern, wurde niedergemacht. Der Häuptling dieser Bande wurde an der nächsten Palme aufgehängt

Ihre Waffen bestehen meist aus Pfeilen und Speeren aus Schildkrötenhorn, auch sind noch Steinwaffen vorhanden.

Es ist schon ein schwieriges Vordringen, denn 2 m und darüber ist das Schlinggras und sehr dicht das Gestrüpp, ein Pfad nicht vorhanden.


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