Seite 13 – Kämpfe mit Boxerhorden

Klar machen zum Landen
Abb. 15

„Klar machen zum Landen“, so ertönt der Ruf des wachhabenden Offiziers.
Die Boots- und Signalmaate pfeifen sofort das Signal aus und nach einer viertel Stunde beginnt schon die Landung.
Es werden die Feldgeschütze, dazugehörige Munition, Maschinengewehre, Pionierausrüstungen und sonstiges Material in die Boote geschafft und vollbewaffnet geht es in die Wildnis zum Manöver.


Kampf mit Boxerhorden
Abb. 16

Kampf mit Boxerhorden


Es war im Juni 1900 als wir (die zurückgeschlagene Seymour-Expedition), das Dorf Langfang im Sturm nehmen mussten, weil wir annähernd 3 Regimenter chinesische Regierungstruppen und Boxerhorden darin festgestellt hatten und von selbigen lebhaft beschossen wurden.

Ihre Deckung hatten sie hinter einem großen Reislager, wie unser obiges Bild zeigt.

Nun mussten wir uns nur noch allen Dingen diese Lagers bemächtigen, nun hieß es „Sturmkolonnen formieren“ „Sprung auf Marsch, Marsch“. Allerdings empfing uns ein mörderischer Kugelregen, zum Glück schossen diese „Scheinis“ zu hoch.
In einer halben Stunde war unser Ziel erreicht, in planloser Flucht stoben die Feinde auseinander, Leichen ließen sie genug zurück. Wir wünschten uns mehrere Schwadronen deutsche Kavallerie an Ort und Stelle, so hätte es einen bösen Verfolgungskampf gegeben.
Jedoch wir konnten nicht folgen, weil wir zu schwach waren.


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